Arbeitsprinzip
Arbeitsprinzip

Messsystem

Das Messsystem besteht aus einer in Präzisionskugellagern drehbar gelagerten Welle mit Codescheibe und einer optoelektronischen Abtasteinheit. Als Lichtquelle dient eine LED, deren Infrarotlicht - Strahlen die Codescheibe und eine dahinterliegende Blende durchdringen. Bei jedem Winkelschritt, Position wird eine unterschiedliche Kombination von Blendenschlitzen durch die Dunkelfelder der Codescheibe abgedeckt und die Lichtstrahlen auf den entsprechenden Phototransistor werden unterbrochen. Die Hell-/Dunkelfelder der einzelnen Spuren der Codescheibe werden auf einem hinter der Blende angeordnetem Opto-Array abgebildet und in elektrische Signale umgewandelt. Die elektrischen Signale werden durch Operationsverstärker und nachgeschaltete Treiberstufen aufbereitet und stehen in der Kombination als Binärwert zur Auswertung zur Verfügung. Intensitätsänderungen der Lichtquelle werden durch einen zusätzlichen Sensor erfaßt und durch eine elektronische Schaltung kompensiert.

Single-Turn

Als Single-Turn-Geber werden Drehgeber bezeichnet, die absolute Positionen über eine Wellendrehung, d.h. über 360° ausgeben. Nach einer Umdrehung ist der Messbereich durchlaufen und beginnt wieder mit seinem Anfangswert. Dieses System wird vorzugsweise für Winkelmessungen, z.B. an Teiltischen, Antennensystemen, Excenter-Kurbelpressen u.s.w. eingesetzt.

Multi-Turn

Linearverschiebungen machen im allgemeinen ein Messsystem mit mehreren Wellenumdrehungen erforderlich, z.B. bei Linear-Spindelantrieben oder bei Mess-Anwendungen über Messritzel und Messzahnstange. Für solche Anwendungsfälle ist der Single-Turn-Geber ungeeignet. Abhilfe wird hier durch die zusätzliche Erfassung der Umdrehungszahl geschaffen. Man bedient sich dabei eines recht einfachen Prinzips: Mehrere Singleturn-Drehgeber werden über Untersetzungsgetriebe miteinander verbunden.