Bei der seriellen Übertragung wird synchron zu einem von der Steuerung vorgegebenen Takt (CLOCK) der Positionswert beginnend mit dem MSB (höchstwertiges Bit) übertragen. Im Ruhezustand liegen sowohl Takt- als auch Datenleitung auf High-Pegel. Sobald das Taktsignal am Anfang einer Taktsequenz zum ersten Mal von High- auf Low-Pegel wechselt, werden die am Parallel-Seriell-Wandler anstehenden bitparallelen Daten durch ein intern erzeugtes Signal (Sload = Shift Load) in einem Input-Latch des Schieberegisters 'eingefroren', d.h. gespeichert. Dadurch ist sichergestellt, dass sich die Daten während der seriellen Übertragung des Wertes nicht mehr ändern. Mit dem folgenden Wechsel des Taktsignals von Low- auf High-Pegel beginnt die Übertragung des Positionswertes mit dem höchstwertigen Bit (MSB). Mit jedem weiteren Wechsel des Taktsignals von Low- auf High-Pegel wird das nächst niederwertige Bit auf die Datenleitung gesetzt. Nachdem das niederwertigste Bit (LSB) ausgegeben wurde, schaltet mit dem letzten Wechsel des Taktsignals von low nach high die Datenleitung auf Low-Pegel (Übertragungsende).
Pausenzeit
Ein retriggerbares Monoflop bestimmt ab der letzten steigenden Flanke des Taktsignals durch seine Zeit tm wie lange es noch dauert, bis der Drehgeber für die nächste Übertragung aufgerufen werden kann. Hierdurch ergibt sich auch die minimale Pausenzeit zwischen zwei aufeinanderfolgenden Taktsequenzen.
Einfach- und Mehrfachübertragung
Man unterscheidet zwischen Einfachübertragung und Mehrfachübertragung eines Positionswertes. Zur Übertragung des Positionswertes muss eine bestimmte Anzahl n von Taktimpulsen auf den Takteingang des Drehgebers gelegt werden. Bei der Einfachübertragung beträgt diese Anzahl n = 13 für die Singleturnausführung und n = 25 für die Multiturnausführung. Eine mehrfache Übertragung eines Positionswertes ist durch Verdoppeln bzw. Vervielfachen der Taktsequenz möglich. Hierbei ist unbedingt eine Taktsequenz mit n + 1 = 26 Takten bei Multiturn und n +1 = 14 bei Singleturn zu berücksichtigen.Der letzte Wechsel von "L" nach "H" einer 26-Takt-Sequenz bewirkt die Ausgabe eines "L"-Signals auf den Datenausgang. Mit dieser Information wird der zweifach (oder mehrfach) aufeinanderfolgende Positionswert voneinander getrennt.